Ein kurzer Einstieg
Wer Manuel Hobiger zum ersten Mal bei „Gefragt – Gejagt“ sieht, hat oft denselben Eindruck: ruhig, konzentriert, fast unaufgeregt – und dann kommen die Antworten in einer Geschwindigkeit, die im Studio spürbar Druck erzeugt. Genau diese Mischung aus Gelassenheit und Präzision hat ihm einen festen Platz im Jäger-Team und den Beinamen „Der Quizvulkan“ eingebracht.
Doch Hobiger ist nicht „nur“ ein TV-Gesicht. Hinter der Show-Persona steht ein promovierter Seismologe mit langjähriger Arbeit in der Erdbebenforschung. Diese Kombination – Wissenschaft und Wettkampfquiz – macht ihn für viele so interessant.
Wer ist Manuel Hobiger?
Dr. Manuel Hobiger (Jahrgang 1982) ist ein deutscher Seismologe und Quizspieler, der in der breiten Öffentlichkeit vor allem als Jäger in der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“ bekannt wurde. In Quizkreisen gilt er als äußerst erfolgreicher Wettkampfspieler, der in verschiedenen Formaten Titel und starke Platzierungen erreicht hat.
Wichtig ist: Bei ihm sind das keine zwei getrennten Welten. Viele seiner Stärken – strukturiertes Denken, Mustererkennung, Konzentration unter Zeitdruck – sind in Wissenschaft und Quiz erstaunlich nah beieinander. Das erklärt auch, warum sein Weg glaubwürdig wirkt: nicht als „Promi, der auch mal quizzt“, sondern als jemand, der seit Jahren in beiden Bereichen ernsthaft unterwegs ist.
Ausbildung und wissenschaftlicher Weg
Sein akademischer Startpunkt ist Würzburg: Dort studierte Hobiger Physik. In Porträts und Interviews wird beschrieben, dass er seine Diplomarbeit im Physikalisch-Vulkanologischen Labor im Bereich experimentelle Vulkanologie gemacht hat – ein Detail, das später auch zum passenden TV-Spitznamen „Quizvulkan“ beigetragen hat.
Die Promotion folgte in Grenoble (Frankreich) im Feld der Seismologie. Diese Station ist nicht nur ein Lebenslaufpunkt, sondern prägt das Profil: Wer Erdbebenwellen analysiert, arbeitet mit komplexen Daten, Unsicherheiten und Wahrscheinlichkeiten – also mit genau der Art von Denken, die auch im Quiz hilft, wenn man aus wenigen Hinweisen die beste Antwort ableiten muss.
Später arbeitete er über mehrere Jahre in der Schweiz und kehrte danach nach Hannover zurück – beruflich an den Erdbebendienst des Bundes bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Damit steht hinter der TV-Rolle ein Beruf, in dem Genauigkeit und Verlässlichkeit keine Kür, sondern Pflicht sind.
Was macht ein Seismologe eigentlich?
„Seismologe“ klingt für viele nach großen Katastrophen – in der Praxis ist es oft präzise Messarbeit. Es geht darum, Bodenbewegungen zu registrieren, Signale von Störungen zu trennen und daraus zu verstehen, wo ein Beben stattfindet, wie stark es ist und welche Auswirkungen lokal zu erwarten sind.
Ein entscheidender Punkt ist dabei die Lokalität: Ein Erdbeben ist nicht überall gleich „spürbar“. Untergrund, Geologie und Bebauung können Wellen verstärken oder dämpfen. Wer sich mit solchen Faktoren beschäftigt, denkt automatisch in Zusammenhängen – und genau das macht seismologische Arbeit so anspruchsvoll.
In Interviews beschreibt Hobiger anschaulich, wie wichtig Messnetze und Standortanalysen sind – etwa dann, wenn Messstationen bewusst dort stehen, wo Gefährdung relevant ist: in Ballungszentren, Industriegebieten oder touristischen Regionen. Ergänzende Messungen in der Umgebung helfen dabei, den Untergrund besser zu verstehen und Verstärkungseffekte realistisch einzuschätzen.
Das ist der Kern von Erdbebenrisiko: Nicht nur „Bebenstärke“, sondern Beben + Ort + Baugrund + Bauweise. Wer das beruflich täglich denkt, trainiert ein nüchternes Entscheiden unter Unsicherheit – und das ist eine Fähigkeit, die auch im Quizformat auffällig hilfreich ist.
Forschung und Publikationen
Auch wenn TV oft das Rampenlicht übernimmt: Hobiger ist in der Fachwelt sichtbar. Er taucht als Autor bzw. Mitautor in wissenschaftlichen Arbeiten und Datensammlungen rund um seismische Analysen, Messnetzwerke und Standortcharakterisierung auf.
Solche Publikationen sind in der Seismologie selten „Einzelstücke“, sondern Teamarbeit: Messkonzepte, Datenqualität, Auswertung, Interpretation. Genau hier zeigt sich das Profil, das ihn später auch als Jäger glaubwürdig macht: Gründlichkeit, Systematik und Belastbarkeit – statt Showeffekt.
Wie kam er zum Quiz?
Sein Quizweg begann nicht im Fernsehstudio, sondern ziemlich klassisch: aus Neugier – und über das Internet. Er erzählt, dass er in einer Lernphase nach Ablenkung suchte, auf eine Quizseite stieß und dann regelmäßig spielte. Aus dem lockeren Einstieg wurde schnell Routine – und dann Wettbewerb.
Aus dieser Szene heraus wurde es ernsthafter: Er nahm an größeren Quizwettbewerben teil und baute sich Schritt für Schritt einen Namen auf. In Deutschland ist er außerdem mit der organisierten Quizszene verbunden, die Wettbewerbe ausrichtet, Trainingsformate pflegt und Quizsport als ernsthafte Disziplin versteht. Auch Einsätze in einer deutschen Quiznationalmannschaft werden in Porträts und Interviews erwähnt.
Das ist wichtig, weil es den Kontext liefert: Quizsport ist längst mehr als „jemand weiß viel“. Es geht um Trainingsroutinen, Wettkampfformate, Auswertung der eigenen Schwächen – und um Nerven.
„Gefragt – Gejagt“ und der Weg zum Jäger
In der Öffentlichkeit ist Hobiger vor allem durch „Gefragt – Gejagt“ präsent. Er beschreibt den Einstieg als Ergebnis eines Castings, als ein neuer Jäger gesucht wurde. Wer das Format kennt, weiß: Jäger zu sein bedeutet nicht nur Wissen, sondern vor allem Konstanz – Tag für Tag, Folge für Folge.
Die Rolle des Jägers ist spezieller, als viele denken. Drehs können mehrere Folgen pro Tag umfassen, die Kandidaten wissen vorher nicht, gegen wen sie antreten, und jede Runde erzeugt ihre eigene Dynamik. Wer dort dauerhaft stark sein will, braucht mehr als Fakten: Konzentration, Timing, innere Ruhe.
Sein Spitzname „Der Quizvulkan“ ist inzwischen fest mit ihm verbunden. Er passt doppelt: wegen seiner wissenschaftlichen Nähe zum Thema Vulkanologie und weil er im Quiz „explosiv“ schnell und präzise reagieren kann – ohne dabei laut zu werden.
Was ihn als Jäger besonders macht
Manuel Hobiger wirkt im Studio oft weniger laut als manche anderen – und genau das kann ein Vorteil sein. Wer ruhig bleibt, zwingt das Gegenüber dazu, mit der eigenen Nervosität klarzukommen. Außerdem verhindert Ruhe typische Fehler: zu frühes Raten, falsches Überlesen einer Frage oder „Tunnelblick“ auf eine naheliegende, aber falsche Antwort.
Seine Wettkampferfahrung außerhalb des Fernsehens ist dabei ein Schlüssel. Wer in unterschiedlichen Formaten gespielt hat, lernt, Tempo, Risiko und Sicherheit auszubalancieren. Das sieht man in seinem Stil: selten hektisch, oft sehr direkt, und erstaunlich stabil – selbst dann, wenn die Frage eigentlich „unangenehm“ ist.
Kurz gesagt: Seine Stärke ist nicht nur Wissen, sondern Kontrolle über das Wissen – also Abruf, Priorisierung und die Fähigkeit, auch bei Unsicherheit schnell die wahrscheinlichste Option zu wählen.
Wissen: Breite, Tiefe und ein guter Umgang mit Lücken
Viele Fans fragen sich: Wie kann ein Mensch so viel wissen? Seine Antwort ist bodenständig: viel quizzen, offen für Neues bleiben, lesen, dazulernen – und vor allem das Wissen im richtigen Moment abrufen können.
Das ist ein hilfreicher Reality-Check. Quizwissen bedeutet nicht „alles wissen“, sondern klug mit Lücken umgehen. Man erkennt Kategorien, ordnet Hinweise ein, schätzt Wahrscheinlichkeit. Auch Wissenschaft ist so: Modelle sind nie perfekt, aber sie werden besser, wenn man sauber misst und gute Annahmen trifft.
Ein weiterer Punkt: Gute Quizfragen sind nicht nur Prüfsteine, sondern Lernquellen. Viele starke Spieler nutzen Fehler nicht als Frustmoment, sondern als Trainingsmaterial: Was war der Auslöser? Welche Assoziation fehlte? Welche Kategorie habe ich falsch eingeordnet? Wer so denkt, verbessert sich kontinuierlich.
Die Verbindung von Wissenschaft und Quiz
Auf den ersten Blick sind Erdbebenmessungen und Fernsehquiz zwei getrennte Bühnen. Bei genauerem Hinsehen sind die mentalen Werkzeuge ähnlich: Aufmerksamkeit, Mustererkennung, schnelle Auswahl, Fehlerkontrolle. Der Unterschied ist eher die Verpackung – im Labor steht ein Datensatz, im Studio eine Frage.
Bei Hobiger wirkt diese Verbindung besonders stimmig. Sein Denken scheint darauf trainiert, aus vielen Details schnell das Wesentliche herauszufiltern. Genau das braucht man, wenn Sekunden entscheiden: Was ist die Kerninformation? Welche Antwort passt am besten? Wo ist die Falle?
Wer ihn also nur als „Quizmaschine“ sieht, verpasst den interessanteren Teil: Da ist ein Mensch, der offenbar Spaß daran hat, komplexe Dinge zu durchdringen – ob es nun Wellenformen im Untergrund sind oder Wissensmuster im Kopf.
Privatleben und öffentliche Rolle
Über sein Privatleben ist vergleichsweise wenig verlässlich bekannt – und das ist auch gut so. Gerade bei Personen, die durch TV bekannt sind, verschwimmen Grenzen schnell. Seriös bleibt man, wenn man Privates respektiert und sich auf das konzentriert, was öffentlich und überprüfbar ist.
Was sichtbar ist: Er pflegt eine klare Berufsidentität (Wissenschaft) und eine klare Quizidentität (Wettkampf und Show) – ohne dass das wie eine Kunstfigur wirkt. Das macht ihn für viele sympathisch: Er muss nicht „lauter“ werden, um präsent zu sein.
Häufige Fragen zu Manuel Hobiger
Ist Manuel Hobiger wirklich Wissenschaftler?
Ja. Er ist promoviert und arbeitet im Bereich Seismologie/Erdbebenbeobachtung.
Warum heißt er „Quizvulkan“?
Der Name wird häufig mit seiner wissenschaftlichen Nähe zur Vulkanologie und seinem schnellen, „explosiven“ Quizstil verbunden.
Seit wann ist er Jäger bei „Gefragt – Gejagt“?
Sein Einstieg als Jäger wurde öffentlich bekannt, nachdem er über ein Casting in das Team kam.
Wie wird man so gut im Quiz?
Durch regelmäßiges Training, breites Lesen, Wiederholung und vor allem durch die Fähigkeit, Wissen unter Zeitdruck zuverlässig abzurufen.
Fazit
Manuel Hobiger ist ein Beispiel dafür, wie glaubwürdig öffentliche Bekanntheit wirken kann, wenn sie auf Substanz trifft. Er bringt wissenschaftliche Ausbildung, Forschungspraxis und Wettkampferfahrung im Quiz zusammen – und bleibt dabei in der öffentlichen Rolle erstaunlich bodenständig.
Wer ihn im Fernsehen sieht, schaut deshalb nicht nur einem „Wissenden“ zu, sondern jemandem, der Wissen trainiert, strukturiert und unter Druck kontrolliert. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum der Name „Quizvulkan“ so gut passt: nicht, weil er laut ist – sondern weil da unter der Oberfläche ständig Energie arbeite

