Wenn man an Wencke Myhre denkt, tauchen sofort Bilder von Fernsehshows, eingängigen Schlagern und ihrem herzlichen Lachen auf. Seit den 1960er-Jahren gehört die norwegische Sängerin zu den beliebtesten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum. Doch hinter der strahlenden Bühnenfigur verbirgt sich ein Leben voller persönlicher Auf und Abs, intensiver Beziehungen, familiärer Herausforderungen und emotionaler Neuanfänge.
Dieser Artikel wirft einen sorgfältigen, menschlichen und gut recherchierten Blick auf die Partnerschaften der Sängerin Wencke Myhre – nicht reißerisch, sondern respektvoll und tiefgehend.
Vom Frühtalent zur Ikone
Wencke Myhre wurde am 15. Februar 1947 in Oslo geboren. Schon als junges Mädchen gewann sie einen Talentwettbewerb und erhielt ihren ersten Plattenvertrag. Die 1960er-Jahre brachten den großen Durchbruch: Ihre fröhliche Art, ihre klar erkennbare Stimme und ihr Charisma machten sie schnell zu einem international bekannten Star.
Ihr Leben verlief von Anfang an in einem Tempo, das für Außenstehende kaum vorstellbar war. Während Gleichaltrige die erste Liebe entdeckten, stand Wencke bereits im Studio, bei Fernsehauftritten oder auf Reisen. Dieses Umfeld prägte nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihre Vorstellungen von Nähe, Partnerschaft und Familie.
Erste Ehe: Torben Friis-Møller
Die erste große Liebe der jungen Sängerin war der dänische Zahnarzt Torben Friis-Møller, den sie Ende der 1960er-Jahre heiratete. Mit ihm gründete sie ihre erste Familie. Die Ehe brachte drei Kinder hervor: Kim, Dan und Fam.
Diese Zeit war geprägt von einem kraftvollen Spannungsfeld zwischen Muttersein und Bühnenleben. Während sie beruflich ununterbrochen unterwegs war, wuchs ihre Familie stetig. Trotz aller Herausforderungen gelang es ihnen, über viele Jahre zusammenzuhalten. Schließlich trennten sich ihre Wege, ohne dass die Gründe öffentlich breitgetreten wurden. Was blieb, war der liebevolle Kontakt zu den gemeinsamen Kindern, die für Wencke ein lebenslanger Mittelpunkt wurden.
Zweite Ehe: Michael Pfleghar
In den 1970er-Jahren traf Wencke auf den deutschen Fernsehregisseur Michael Pfleghar, eine prägende Figur des deutschen Showgeschäfts. Die beiden verband zunächst eine professionelle Zusammenarbeit, aus der sich schließlich eine Beziehung entwickelte.
Die Ehe war von Glamour, kreativer Energie und einem gemeinsamen Sohn namens Michael geprägt. Als Showregisseur war Pfleghar oft präsent in der Öffentlichkeit – und das prägte auch die Beziehung. Die Ehe hielt bis Ende der 1980er-Jahre.
Trotz der späteren Trennung blieb Pfleghar ein bedeutender Teil ihrer Lebensgeschichte. Sein tragischer Tod Anfang der 1990er-Jahre belastete die Familie, insbesondere ihren gemeinsamen Sohn. Wencke sprach später offen darüber, wie schwer es war, einen Menschen zu verlieren, mit dem man so viel geteilt hat – auch wenn die Beziehung nicht für immer gehalten hatte.
Dritte Ehe: Arthur Buchardt
Mitte der 1990er-Jahre heiratete Wencke den norwegischen Unternehmer Arthur Buchardt, einen erfolgreichen Hotelier und Investor. Diese Beziehung brachte ein ruhigeres, geerdeteres Kapitel in ihr Leben. Statt Scheinwerferlicht und Drehs standen Alltag, Familie und ein stärkerer Bezug zu Norwegen im Vordergrund.
Die Ehe dauerte mehrere Jahre, bevor sie sich trennten. Trotz des Endes blieb der Eindruck einer Partnerschaft, die von Stabilität und gegenseitigem Respekt geprägt war. Buchardt war ein Mann, der ihr in einer Phase ihres Lebens begegnete, in der sie Ruhe genauso brauchte wie Halt.
Die lange und glückliche Partnerschaft mit Anders Eljas
Nach drei Ehen hätte man erwarten können, dass Wencke genug vom Heiraten hätte. Doch das Leben schrieb ein neues Kapitel – ganz ohne Trauschein.
Der schwedische Musiker und Dirigent Anders Eljas wurde ihr langjähriger Lebensgefährte. Eljas arbeitete in großen musikalischen Produktionen und Orchestern, unter anderem in Verbindung mit skandinavischen Shows und Musicalprojekten. Diese gemeinsame Leidenschaft für Musik bildete eine starke Basis für ihre Beziehung.
Seit den frühen 2000er-Jahren leben die beiden zusammen, und obwohl sie seit vielen Jahren ein inniges Paar sind, haben sie bewusst auf eine weitere Ehe verzichtet. Wencke erzählte in mehreren Interviews, dass sie nach drei Hochzeiten keinen Bedarf mehr an einer vierten habe. Entscheidend sei nicht das Zeremoniell, sondern die gelebte Zuneigung.
Die beiden teilen ihren Alltag in Norwegen – ein Leben mit viel Normalität, gemeinsamen Spaziergängen, Musik, Humor und gegenseitiger Unterstützung.
Familie als roter Faden
Aus ihren Ehen gingen insgesamt vier Kinder hervor. Später wurde Wencke sogar Großmutter von mehreren Enkelkindern, die sie liebevoll als ihren größten Schatz bezeichnet.
Trotz eines vollen Terminkalenders war ihr die Familie immer heilig. Sie musste oft kreative Lösungen finden, um Auftritte, Reisen und Mutterpflichten miteinander zu verbinden. Kinder, Großfamilie und später die Enkel blieben jedoch der Anker, an dem sie sich orientierte – egal, wie turbulent das Leben auf der Bühne war.
Schwere Zeiten und neue Stärke
Neben den hellen Momenten gab es auch dunkle Phasen in ihrem Leben. Besonders einschneidend war ihre Krebserkrankung, über die sie offen sprach. Der Kampf gegen die Krankheit veränderte ihre Sicht auf das Leben nachhaltig:
Sie setzte neue Prioritäten.
Sie fand eine tiefere Wertschätzung für alltägliche Momente.
Sie gewann eine Form von Gelassenheit, die man in ihren späteren Interviews deutlich spürt.
In dieser Zeit zeigte sich auch die Bedeutung ihrer Partnerschaft mit Anders Eljas. Er stand ihr während der Krankheit zur Seite und wurde zu einem wichtigen Halt in einer Phase, in der viele Menschen emotional wegbrechen.
Ein Leben, das sich in der Kunst widerspiegelt
Wer sich durch Wenckes musikalisches Werk hört, entdeckt Themen wie Liebe, Neubeginn, Humor und Lebensmut. Natürlich gehören diese Motive zum Schlager, doch bei ihr wirken sie oft besonders authentisch – geprägt von einem Leben, das nicht immer einfach war.
Ihre frühen Lieder strahlen jugendliche Energie aus, während spätere Songs mehr Tiefe zeigen. Viele Zuhörer berichten, dass sie gerade diese Mischung an Wencke so sehr schätzen: eine Frau, die lachen kann, selbst wenn das Leben sie manchmal geprüft hat.
Zuhause zwischen Bühne und Alltag
Auch heute tritt Wencke noch gelegentlich auf, singt, erzählt Geschichten und steht gerne im Rampenlicht. Gleichzeitig lebt sie bewusst einen ruhigen Alltag, oft in ihrem Zuhause auf einer norwegischen Insel, wo sie Zeit mit ihrer Familie verbringt.
Sie wirkt wie jemand, der seinen Frieden gefunden hat: nicht mehr getrieben von der ständigen Suche nach Erfolg, sondern getragen von einem Leben, das reich an Erfahrungen ist.
Fazit: Mehr als nur die „Ehemänner“ einer Sängerin
Wer nach „Wencke Myhre Ehepartner“ sucht, findet zunächst Namen. Doch hinter diesen Namen verbergen sich Lebensgeschichten:
Die junge Ehefrau eines dänischen Zahnarztes.
Die kreative Partnerin eines bekannten Regisseurs.
Die Ehefrau eines norwegischen Unternehmers.
Die reife, glückliche Lebensgefährtin eines schwedischen Musikers.
Ihr Leben zeigt, dass Liebe nicht immer einfach ist, aber in jeder Lebensphase anders aussehen darf. Jede Partnerschaft war ein Kapitel, das sie geprägt, verändert und wachsen ließ.
Am Ende steht das Bild einer Frau, die trotz Turbulenzen ihren Humor, ihre Wärme und ihren Mut bewahrt hat – und die bis heute zeigt, dass Herz, Stärke und Menschlichkeit weit über die Bühne hinausreichen.

