Einleitung
Ich erinnere mich noch gut: Beim Einkauf in meinem Bioladen greife ich nach der aktuellen Ausgabe von Schrot und Korn – einfach zum Durchblättern, beim Kaffee oder am Sonntagmorgen. Was als kleines Kundenmagazin begann, ist längst zu einem festen Begleiter für viele Menschen geworden, die sich bewusster ernähren und nachhaltiger leben möchten. In diesem Artikel schauen wir uns genau an, was Schrot und Korn eigentlich ist, warum es viele anspricht – und wie schon kleine Impulse aus diesem Umfeld im Alltag eine große Wirkung entfalten können.
Was steckt hinter Schrot und Korn?
Schrot und Korn ist ein monatlich erscheinendes Magazin, das sich konsequent Themen wie Naturkost, nachhaltiger Lebensweise und bewusster Ernährung widmet. Es wird von der bio verlag gmbh herausgegeben und kostenlos in vielen Bioläden ausgelegt. Die erste Ausgabe erschien Mitte der 1980er-Jahre mit einer vergleichsweise kleinen Auflage. Heute zählt das Magazin zu den auflagenstärksten Publikationen im Bio-Fachhandel in Deutschland.
Warum ist das wichtig? Weil Schrot und Korn eine Brücke bildet – zwischen Theorie und Alltag, zwischen Bio-Anbau und Esstisch, zwischen Umweltbewusstsein und echten Lebensgewohnheiten. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit einen immer größeren Stellenwert gewinnt, dient das Magazin als Orientierung, Inspiration und Informationsquelle.
Kleine Impulse, die im Alltag Großes bewirken können
Die Kraft von Schrot und Korn liegt darin, dass viele seiner Anregungen klein und realistisch sind – aber dennoch eine große Wirkung haben können.
Nachhaltige Einkaufsgewohnheiten: Wer das Magazin regelmäßig liest, stößt auf Hintergrundgeschichten zu Lebensmitteln, Einblicke in Bio-Produktion, Interviews mit Erzeugern und Tipps für bewussten Konsum. Diese Informationen machen das Einkaufen wertvoller, weil man die Produkte nicht mehr nur als Ware sieht, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs.
Mehr Regionalität im Warenkorb: Immer wieder zeigt Schrot und Korn, warum regionale Produkte sinnvoll sind: kürzere Wege, mehr Frische, Unterstützung lokaler Betriebe. Wer bewusst regionale Bio-Produkte auswählt, verändert sein Konsumverhalten langfristig – leise, aber wirkungsvoll.
Weniger Verpackung, mehr Kreislaufdenken: Themen wie Müllvermeidung, plastikfreie Alternativen oder Rezepte zur Resteverwertung tauchen regelmäßig auf. Dieser Gedanke lässt sich direkt umsetzen: eine Gemüsesorte unverpackt einkaufen, Stoffbeutel nutzen, Vorräte sinnvoll planen. Klein, aber effektiv.
Achtsam essen: Qualität statt Quantität: Schrot und Korn zeigt, dass gute Ernährung nicht kompliziert sein muss. Oft reichen saisonale Zutaten, einfache Rezepte und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln. Das Magazin vermittelt Genuss statt Verzicht – und das macht den Unterschied.
Wie Schrot und Korn das Bewusstsein verändert
Schrot und Korn wirkt nicht über Lautstärke, sondern über Persönlichkeit, Erklärungen und Nähe. Das Magazin vermittelt ein Lebensgefühl, kein Regelwerk.
Nachhaltigkeit wird greifbar: Statt abstrakter Begriffe gibt es Geschichten: über Höfe, über Betriebe, über Menschen, die Bio leben. Man spürt die Realität hinter den Produkten und erkennt, wie viel Arbeit, Mut und Verantwortung dahinterstehen. Dieses Verständnis verändert automatisch den Blick beim Einkaufen.
Die Stärke kleiner Gewohnheiten: Große Veränderungen beginnen oft mit einem einzelnen Schritt. Ein neues Rezept. Eine bewusst getroffene Entscheidung. Ein verpackungsfreier Einkauf. Schrot und Korn vermittelt genau diese kleinen Impulse – unaufgeregt, aber nachhaltig.
Gemeinschaft und Verbundenheit: Weil das Magazin kostenlos in vielen Bioläden ausliegt, gehört es für viele selbstverständlich zum Einkauf dazu. Es verbindet Leserinnen und Leser mit den Läden, mit Produzenten und mit Gleichgesinnten. Diese Gemeinschaft stärkt das Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein, die tatsächlich etwas verändern möchte.
Praktische Tipps für den Alltag: So setzt du Impulse direkt um
Viele Anregungen aus dem Magazin lassen sich sofort anwenden. Hier ein paar alltagstaugliche Beispiele:
Drei kleine Bio-Switches beim Einkauf
Ersetze eine konventionelle Zutat durch eine Bio-Variante.
Ergänze deinen Einkauf um ein regionales Produkt.
Wähle eine unverpackte Alternative, wenn möglich.
Ein bewusstes, einfaches Rezept ausprobieren
Nutze saisonale Zutaten, probiere ein neues vegetarisches oder veganes Gericht aus und nimm dir Zeit dafür. Oft entsteht daraus eine kleine Routine, die sich dauerhaft festsetzt.Mini-Routine für achtsames Essen
Vor dem Essen kurz innehalten.
Das Handy weglegen.
Bewusst wahrnehmen, wie etwas riecht und schmeckt.
Langsamer essen als sonst.
Diese wenigen Momente verändern das Esserlebnis.
Sanfte Veränderungen ohne Druck
Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein natürlicher, entspannter Zugang zu nachhaltigerem Alltag. Ein Schritt pro Woche reicht völlig aus – vielleicht ein unverpacktes Produkt, ein Gericht mit saisonalem Gemüse, ein regionaler Einkauf.
Persönliche Note
Ich selbst habe durch Schrot und Korn eine kleine, aber für mich wertvolle Veränderung erlebt. In einer Ausgabe fand ich damals ein Rezept mit einer Kombination, die ich so nie gekocht hatte. Ich probierte es aus – und plötzlich war da die Lust, öfter mal Neues auszuprobieren, bewusster zu kochen und genauer hinzuschauen. Eine unscheinbare Rezeptidee führte dazu, dass ich andere Produkte entdeckte, mehr regionale Erzeuger wahrnahm und mich insgesamt verbundener mit meinem Essen fühlte. Keine große Revolution – aber genau diese kleinen Schritte machen langfristig einen Unterschied.
Fazit
Schrot und Korn zeigt uns, wie stark die Macht kleiner Impulse wirklich ist. Bewusster einkaufen, mit Freude kochen, nachhaltiger leben – all das beginnt nicht mit großen Entscheidungen, sondern mit kleinen, machbaren Schritten. Das Magazin begleitet viele Menschen dabei, ohne Druck und ohne Moral, sondern mit echter Nähe, praktischen Ideen und menschlichen Geschichten. Und genau deshalb entfalten diese Impulse eine große Wirkung: Sie verändern den Alltag – sanft, aber dauerhaft.

